Prokrastination

Prokrastination

Gemeint ist die Aufschiebung von Arbeit, die unverzüglich zu Verzug in allen
Unternehmungen führen kann, die die ausführende Person, gewollt oder ungewollt,
geplant hat.

Kurz: „Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf facebook.“

Da ich selbst auch dazu neige öfters mal zu prokrastrieren, fing ich an diesen
Blog zu betreiben. Auch dieser Eintrag hier war ein Ergebnis von Prokrastination.
Dass ich an jedem Artikel nur wenige Minuten schrieb, ohne mir großartig
Gedanken dazu zu machen, führte dazu, dass sich die Beiträge, die keinen
interessierten, tangierten oder wenigstens Mitleid heucheln ließen, langsam häuften.
Dazu verbrachte ich, und verbringe auch jetzt noch, viel zu viel meiner Zeit
auf den Seiten sozialer Netzwerke. Die sind darauf aus, mich so lange geistig
abwesend zu halten, wie nur irgend möglich. Dank Links und elends langem
Herumgescrolle klappt das auch gut. Hätte gerne selbst eine der Seiten gegründet.

Doch was tut man jetzt?
Mein grundsätzliches Problem, und wahrscheinlich auch das grundsätzliche
Problem von vielen Menschen, ist es Wert von Unwert zu unterscheiden und
dabei aufmerksam zu bleiben, damit genau das nicht schief geht.
Was ist gut, was schlecht. Die Ahnungslosigkeit ist grenzenlos und nur schwer
zu ignorieren. Man kann jedoch herausfinden, was gut und was schlecht ist, indem
man es auf die Wertigkeit für sich und andere hin überprüft. „Was bringt mir der
Beitrag?“, „Was hat der geneigte Leser davon?“ oder „Womit kann man Faultiere
am besten ärgern: Schubsen oder Kitzeln?“ sind Fragen, die helfen können.
Also frage ich mich, was dieser hier im Schrieb befindliche Beitrag Ihnen, wahlweise
auch Dir, bringen kann.

Was bringt es mir?
Erinnerung an ein Problem, welches ich gerade versuche zu eleminieren.

Was bringt es Ihnen?
Wenn Sie mittlerweile noch nicht selbst auf den Trichter gekommen sind, sollten
Sie jetzt die Lauscher spitzen, oder sich von einem sozialen Netzwerk ablenken lassen.
Bleiben Sie bei der Sache. Das hilft. Ganz ehrlich. Man muss sich jedes mal wieder
sagen, dass man dabei bleiben muss. Schwer, aber es funktioniert. Mein Blog wäre
nie zustande gekommen, wenn ich nicht vor einer Woche gesagt hätte: „Verdammt,
du bist schon wieder so gammelig im Netz unterwegs. Tu, was einen Sinn für dich hat!“

Und schon kann man mit Kleinigkeiten beginnen, die einen weiter bringen, als man
denkt. Ich habe erstmal gespült. „Ja, toll“ sagen Sie, aber Spülen bedrückt mich. Es
macht mich unfrei, hemmt mich. Also weg damit. Danach war ich auf Facebook.
Vielleicht waren es zehn Minuten, vielleicht aber auch drei Stunden. Ich weiß es nicht
mehr. Was ich aber danach wusste: „Weniger facebook. Weniger facebook.“ Sobald ich
also nochmal auf die Seite gelangte, habe ich lediglich das Postfach kontrolliert und mir
ein Limit an Posts gesetzt, die ich anklicke. Maximal fünf. Seitdem bin ich nach circa
zehn Minuten von der Seite runter und habe alles gesehen, was gut war, denn:  Es wäre
dumm etwas offensichtlich Schlechtes zu klicken, wenn ich nur fünf Klicks habe, oder?
Also war Facebook raus. Es gab noch ein bisschen Papierkram. Also den mal abgeheftet.
Keine Störungen mehr da? Sehr gut. Jetzt kann man kreativ sein.
Wenn man alles, was einen stört gekonnt ignorieren kann, bitte: Sie sind gesegnet.
Für uns Andere ist es allerdings schwer, denn selbst kleinste Dinge können so nerven,
dass man sich nicht mehr konzentrieren kann. Wir müssen diese eleminieren. Dann sollte
es besser gehen.

Lirum-Larum-Löffelstiel, wer nicht aufpasst kann nicht viel Wertiges sehen, weil der
Beifang einfach zu groß geworden ist. Immer schön die Holzaugen wachsam halten, dann
wirds auch was mit den sinnvollen Einträgen. Hoffe Ihnen und mir geholfen zu haben,

Ihre Social-Reha

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